Kartenempfehlungen:
- Deutscher Alpenverein; Kitzbüheler Alpen, Östliches Blatt; Blatt 34/2; Maßstab 1:50000
Zusatzinformationen:
Tourenverlauf als KML-Datei für Google Earth
Tourenbericht:
10. Juni 2009:

Aufstieg: ca. 1450m
Abstieg: ca. 400m
Gehzeit: ca. 4h
Besondere Schwierigkeiten: Keine.
Gipfelbesteigungen:
- Wildseeloder, 2118m
- Henne, 2078m
Wir (Martin, Sabine, Andrea und ich) treffen uns mit Olli an den vereinbarten Koordinaten in der Nähe von Pfaffenschwendt. Zum Glück endet der leichte Regen gerade als wir dort eintreffen. Wir starten in am Parkplatz und steigen zunächst auf Asphalt, dann auf Schotterstraße auf, bevor uns ein Pfad weiter bergan führt. Die Sicht ist begrenzt, aber wir kommen gut voran und sind bereits nach zweieinhalb Stunden am Wildseeloderhaus. Nach einer Stärkung geht es noch auf den Wildseeloder (2118 m) und auf die Henne (2078 m). Immerhin reißt es langsam auf und der Blick Richtung Osten auf die Leoganger Steinberge ist frei. Wir genießen noch ein bisschen die Sonne auf der Terasse und schlürfen Kaffee.
11. Juni 2009:

Aufstieg: ca. 1100m
Abstieg: ca. 1550m
Gehzeit: ca. 6,25h
Besondere Schwierigkeiten: Keine.
Gipfelbesteigungen:
- Bischof, 2127m
Auf dem Weg zum Seenieder (1933 m) wird uns schon warm und die Glocknergruppe grüßt von der linken herüber. Auf dem Weg zum Bischof trübt es sich leider langsam ein und es beginnt zu regnen. Der Schauer dauert nur kurz uns so erreichen wir nach ca. 2 Stunden und 20 Minuten den Bischof (2127 m). Die Sicht ist leider miserabel und so steigen wir spontan ab zur Hochwildalm (1557 m). Ein etwas seltsamer Wirt bringt Tee mit Rum und Erbsensuppe mit Würstl. Als es wieder aufklart brechen wir auf zum Henlabjoch. Etwa 100 Höhenmeter unter dem Joch ein Donner. Über Kitzbühel steht eine schwarze Wolke und wir steigen sofort ab zur Staffalm, werden aber trotzdem nass. Die Blitze zucken nicht weit von uns. Nach dem Gewitter überqueren wir noch den Kamm zur Bochumer Hütte (1430 m). Der Wilde Kaiser liegt schon wieder in der Sonne. Als wir die Hütte erreichen, genießen wir erst mal ein Weißbier auf der Terasse. Der nette Wirt Andi erzählt von seiner Sauna und ich bin für 9 Euro incl. Dusche sofort dabei. Die Sauna Marke Eigenbau ist spitze! Draußen gibt es eine kalte Dusche zur Abkühlung und im Stadl kann man sich in Heu betten zum Entspannen.
12. Juni 2009:

Aufstieg: ca. 1350m
Abstieg: ca. 1050m
Gehzeit: ca. 6,5h
Besondere Schwierigkeiten: Keine.
Gipfelbesteigungen:
- Gamshag, 2178m
- Teufelssprung, 2174m
- Mittagskogel, 2057m
- Geißstein, 2363m
Das Wetter scheint tatsächlich besser zu werden und dafür werden Andreas Halsschmerzen schlimmer... Aber wir lassen und nicht betrüben und stiefeln morgens nach einem Schauer auf den Gamshag. Oben hüllt uns eine Wolke leicht ein, aber beim Abstieg über den Teufelssprung ist die Sicht schon wieder frei und das Wetter wird immer besser - nur ein starker Wind bleibt uns erhalten. Über den Mittagskogel ziehen wir weiter, um den grasig-rutschigen und steilen Anstieg zum Geißstein zu bewältigen. Die Aussicht ist nun wesentlich besser als die Tage zuvor, aber der Großvenediger will sich auch heute nicht zeigen. Wer etwas anderes behauptet, lügt! ;-) Beim Abstieg müssen wir uns von Sabine verabschieden, die heimfahren muss. Auf der Terrasse der Bürghütte genießen wir ein wohl verdientes Weißbier.
13. Juni 2009:

Aufstieg: ca. 1350m
Abstieg: ca. 1350m
Gehzeit: ca. 7,5h
Besondere Schwierigkeiten: Kurze versicherte Stelle am Hochsaalbachkogel.
Gipfelbesteigungen:
- Mittagskogel, 2092m
- Manlitzkogel, 2247m
- Rabenkopf, 2074m
- Bärensteigkopf, 2225m
- Sonnberg, 2187m
- Medalkogel, 2123m
- Hochsaalbachkogel, 2212m
- Hochkogel, 2249m
Heute steht uns ein langer Tag mit einigen Gipfeln und einigen Höhenmetern bevor. Nach dem Frühstück bricht das Wetter noch keine Rekorde. Es ist mal wieder bedeckt und der Wind bläst uns auf dem Grat richtig um die Ohren. Auf dem Manlitzkogel ist erst mal Pause angesagt, doch ein windgeschütztes Fleckchen zu finden ist gar nicht einfach. So ziehen wir auch bald weiter über einige weitere Berge, bis es kurz vor dem Hochsaalbachkogel wegtechnisch noch mal interessant wird. Aber mühelos meistern wir auch die letzten Aufstiege, bevor wir auf den windgeschützteren "Pinzgauer Spaziergang" absteigen und diesem Höhenweg bis zur Pinzgauer Hütte folgen. Mittlerweile ist es richtig warm geworden und zumindest das Kitzsteinhorn ist nicht in Wolken. Mit tollen Bergblick genießen wir auf der Sonnenterasse ein leckeres Bier.
14. Juni 2009:

Aufstieg: ca. 300m
Abstieg: ca. 1200m
Gehzeit: ca. 3h
Besondere Schwierigkeiten: Keine.
Gipfelbesteigungen:
- Schmittenhöhe, 1965m
Der letzte Tag sollte vom Wetter her der schönste werden. Ein bisschen unfair ist das schon bei diesem "Kaiserwetter" abreisen zu müssen. Aber bevor es an den Abstieg geht, ist zunächst mal noch ein kleiner Aufschwung zur Schmittenhöhe zu nehmen. Wir sehen nun endlich mal den Großglockner und den Großvenediger (wirklich!) bei strahlend blauem Himmel. Es scheint, als wolle uns der Wettergott heute für die Strapazen der vergangenen Tage auf einmal entlohnen. Die hässlich verbaute Schmittenhöhe verlassen wir bald wieder und begeben uns auf den langen Abstieg nach Zell am See. Wir genießen noch Obst und Eis am Marktplatz, bevor wir die Rückreise antreten.
