Kartenempfehlungen:
- Österreichischer Alpenverein; Stubaier Alpen, Hochstubai; Blatt 31/1; Maßstab 1:25000
- Deutscher Alpenverein; Innsbruck, Umgebung; Blatt 31/5; Maßstab 1:50000
Zusatzinformationen:
Tourenverlauf als KML-Datei für Google Earth
Tourenbericht:
15. August 1996:
Gipfelbesteigungen:
- Keine
Bereits in der Nacht zum 15. August brachen wir von unserer vertrauten Heimat auf, um neue alpine Wandererfahrung zu sammeln, die die meisten von uns noch nicht hatten. Frühs um 9 Uhr standen wir dann bereits in Fulpmes (937 m) vor unserer festen Unterkunft für die nächsten vier Tage. Ohne große Verzögerung marschierten wir noch voller Elan los in Richtung Schlicker Alm (1616 m), welche uns für eine ausgedehnte Mittagsrast aufnahm. Den Weg dorthin empfanden wir als ungerecht steil, zumal uns das Wetter heute nicht gesonnen war. Doch wir waren ja noch lange nicht am Ziel unserer heutigen Tour. Nach der Rast ging es weitere 500 Höhenmeter höher, was den damals noch unerfahrenen Wanderern unter uns (ich schließe mich da nicht aus) sichtlich schwer fiel. Daher war es auch schon nachmittags 14 Uhr, als wir das angestrebte Kreuzjoch (2136 m) endlich erreichten. Auch wegen der nicht vorhandenen Sicht verweilten wir dort nicht lange und stiegen rasch ab zur Galtalm (1680 m), wo wir uns ein kühles Bier schmecken ließen, bevor uns unsere Füße wieder nach Fulpmes trugen.
16. August 1996:
Gipfelbesteigungen:
- Keine
Am heutigen 16. August hatten wir uns eine ganz besondere Tour vorgenommen, zu der wir leider viel zu spät aufbrachen. Wegen dem ausgedehnten Frühstück und der Autofahrt kamen wir erst um 10 Uhr an unserem Ausgangspunkt Mutterbergalm (1721 m) an. Heute klappte das mit dem Aufstieg schon deutlich besser, so daß wir in gut einer Stunde die Dresdner Hütte (2308 m) erreichten. Etwas felsiger und steiler ging es dann weiter bergan zum Peiljoch auf 2672 m. Von dort aus konnten wir eine Seilschaft beobachten, die mit dem Sulzenauferner kämpfte. Nur ganz kurz erhaschten wir einen Blick auf das nahegelegene Zuckerhütl, was zumeist von Wolken umschlossen war. Nach Mittagsrast ging es wieder bergab zur Sulzenauhütte (2191 m). Dort hielten wir nur kurze Rast und stiegen gleich weiter auf zum blauen Grünausee, wo der glorreiche Franz seine Bauchtasche samt Zimmerschlüssel vergaß. Erst um halb fünf erreichten wir das Niederl (2690 m), wo wir bemerkten, daß der glorreiche Franz seine Bauchtasche samt Zimmerschlüssel am blauen Grünausee vergessen hatte!!! So stiegen zwei von uns ohne Gepäck zurück zum See, die anderen drei stiegen dann mit den fünf (!) Rucksäcken ab zur Nürnberger Hütte (2297 m). Nicht lange nach uns trafen auch die anderen beiden mit der Bauchtasche wieder ein. Wegen fortgeschrittener Stunde (es war immerhin schon 18 Uhr) stiegen wir rasch wieder ins Stubaital nach Spitz (1369 m) ab, wo wir bei Dämmerung dann um 20.15 Uhr ankamen.
17. August 1996:
Gipfelbesteigungen:
- Serles, 2717m
Heute am 17. August brachen wir früher auf, um nicht wieder so spät abends nach Hause zu kommen. Schönes Wetter begleitete uns ab halb neun beim angenehmen Aufstieg durch den Wald nach Maria Waldrast (1641 m). Dort kühlten wir unsere Kehlen vor dem zehrenden Aufstieg in der sengenden Mittagssonne zum Serlesjöchl (2384 m). Doch damit nicht genug stapften wir ohne Rast weiter in Richtung Serlesgipfel - wenn, ja wenn unseren Bundi vorher die Kraft nicht verlassen hätte... (Gruß an Holger). Also rasteten wir doch noch unterm Gipfel und nahmen erst danach die restlichen Höhenmeter zum Serles (2719 m). Von dort aus konnten wir einen herrlichen Rundblick über die Alpen und das Inntal mit Innsbruck genießen, der (fast) bis zur Zugspitze reichte. Nach einstündigem Aufenthalt und einer "aussichtsreichen" Brotzeit ging es dann wieder gen Tal. Zunächst muß man wieder zum Serlesjöchl absteigen, dann wählten wir den Abstieg über Wildeben (1781 m) mit erfrischendem Apfelsaft. Abends um 19 Uhr liefen wir wieder in Fulpmes ein.
Dresdner Hütte
Am Grünausee
Ich am Beiljoch
Aufstieg zum Serles
Blick vom Serles nach Westen
