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Birkenhainer Straße
11. Juni 1998 bis 12. Juni 1998

Kartenempfehlungen:

  • Hessisches Landesvermessungsamt; Spessart-Nord, Kinzigtal - Vogelsberg; Blatt TF 50-SP; Maßstab 1:50000

Zusatzinformationen:

Tourenverlauf als KML-Datei für Google Earth

Tourenbericht:

11. Juni 1998:

Gipfelbesteigungen:

  • Franzosenkopf, 481m

Am 11. Juni 1998 verließ ich bereits um 6 Uhr in der Früh meine Wohnung in Darmstadt, um alleine zur Zwei-Tages-Tour auf der Birkenhainer Straße zu fahren. Mit dem Zug und Bus ging es nach Großauheim, Wolfstraße, um die Tour am nahen Neuwirtshaus zu beginnen. Die Sonne blinzelte ab und zu zwischen den Wolken hindurch und die Temperatur war angenehm frühsommerlich. Nachdem ich der Tiefebene des Rhein-Main-Gebiets in Richtung Osten entstiegen war, führte mich der Weg durch Wald und Feld auf die Straße nach Somborn. Da der Weg teilweise schlecht markiert war, kam ich hier schon zum zweiten Mal vom Weg ab und beschloß zunächst nach der topographischen Karte weiterzuwandern. Zwischen Albstadt und Neuses warnten mich dann mehrere Krähen vor einem Gewitter, das von mir unbemerkt hinter meinem Rücken aufgezogen war und offenbar viel Regen mit sich brachte. Also stieg ich rasch nach Neuses ab, wartete, bis sich die Wolke entladen hatte, was nur 10 Minuten dauerte und begab mich dann wieder auf den Weg, der zum Großteil entlang der bayerisch-hessischen Grenze verläuft. Der von Grenzsteinen aus dem Jahre 1870 gesäumte Weg führte mich durch den Wald hinauf zum Gasthaus Fronbügel, wo ich zwei Apfelschorlen zu je 2,50 DM (!!) genoß. Nach kurzer Rast setzte ich dann meine Wanderung gegen 13 Uhr an Geiselbach vorbei in Richtung Hufeisen fort. Auf dem 481m hohen Franzosenkopf kurz vor dem Parkplatz "Hufeisen" eröffnete sich mir ein einmaliger Ausblick über den Vogelsberg, welcher vom Sendemast des über 700m hohen Hoherodskopf gekrönt war. Ein Ehepaar mit Hund aus dem nahegelegenen Altenhaßlau wies mir den Weg hinab und begleitete mich etwa eine halbe Stunde bei strahlendem Sonnenschein. Nun schlängelte sich der Höhenweg zwischen 400 und 500 Höhenmetern nicht enden wollend zum Dr.-Kihn-Platz hinfort. Von dort ist es nur noch eine halbe Stunde bis zum reizvollen Wiesbüttsee mit Camping-Gelegenheit und Gasthaus. Hier erhielt ich dann um 16.45 Uhr und nach knapp 40km Wanderweg eine wohlverdiente ausgedehnte Rast bei Kaffee, Kuchen und süffigem, dunklem Wiesener Kellerbier. Gegen 18 Uhr legte ich dann noch die restlichen drei km nach Flörsbach zurück, um mir dort ein Quartier für die Nacht zu suchen.

12. Juni 1998:

Gipfelbesteigungen:

  • Keine

Morgens um 8 Uhr des 12. Juni präsentierte sich der Himmel grau in grau und versprach für den heutigen Tag nichts Gutes. Nach dem Frühstück kurz nach 9 Uhr suchte ich den Aufstieg zum Höhenweg der Birkenhainer Straße. Auf etwa gleicher Höhe leitete mich der Weg mehrere Stunden lang durch den Spessarter Mischwald zur Bayerischen Schanz, wo ich es mir bei Schanzbrotzeit, Schwarzbier und Spessarträuberschnaps gut gehen ließ. Nach einer Stunde Pause zog ich um 13 Uhr weiter auf dem Höhenweg, der nun weit weniger oft geschotterte Passagen enthielt als zuvor. Nun setzte auch leichter Nieselregen ein, den ich eigentlich bei diesen dunklen Wolken schon viel eher erwartet hatte. Rechtzeitig zum Zug nach Aschaffenburg um 15.55 Uhr erreichte ich den Bahnhof in Langenprozelten und trat die Heimreise an.