Kartenempfehlungen:
- Österreichischer Alpenverein; Ötztaler Alpen, Gurgl; Blatt 30/1; Maßstab 1:25000
Zusatzinformationen:
Tourenverlauf als KML-Datei für Google Earth
Tourenbericht:
21. August 1999:
Gipfelbesteigungen:
- Keine
Am 21. August morgens um halb sieben breche ich wieder mal von Eching zu einer Wochenendtour in die Alpen auf. Eigentlich hatte ich mir die Tour von Sölden zur Siegerlandhütte und dann übers Gamsplatzl und Hildesheimer Hütte zurück ins Tal vorgenommen. Doch im Hinterkopf spukte die Kreuzspitze herum. Als ich im Bus nach Sölden saß, riß ich kurz vor Sölden die Karte aus dem Rucksack und beschloß mit dem Bus weiter nach Vent zu fahren. Unter anderem weil die Busverbindung nach Vent mir eine sonntägliche Rückkehr sicherte; und natürlich weil die Kreuzspitze mit ihren 3455 m doch deutlicher aus den Ötztaler Alpen hervorragt als das Gamsplatzl, das es lediglich auf 3019 m bringt. Um halb zwei erreichte dann Vent (ca. 1900 m) und die Sonne schien nach wie vor. Nur sehr wenige weiße Wölkchen standen am stahlblauen Himmel. Um zwei hielt ich erst mal "Jausen". Der Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte (2501 m) ist nicht schwer und so erreichte ich ich um kurz nach halb vier schon die Hütte. So konnte ich noch Kaffee und Kuchen auf der Terrasse genießen, bevor ich mein Lager bezog.
22. August 1999:
Gipfelbesteigungen:
- Kreuzspitze, 3457m
Bereits um vier Uhr früh stiegen einige Bergsteiger mit der Grubenlampe auf dem Kopf auf. Ich ruhte allerdings noch bis sechs und gönnte mir dann das Hüttenfrühstück. Draußen war es neblig und es wurde langsam hell. Um sieben stieg ich dann auf in Richtung Kreuzspitze. Nachdem ich eine halbe Stunde gegangen war, stieß ich plötzlich durch den Nebel hindurch und befand mich sozusagen über den Wolken. Der stahlblaue Himmel ließ die Gletscher der umliegenden Berge noch weißer erscheinen. Ich hatte allerdings noch einige Höhenmeter zu ersteigen, was sich aber als Leichtigkeit herausstellte. So erreichte ich bereits um viertel elf den Gipfel der Kreuzspitze (3455 m). Sehr viele schneebedeckte Dreitausender gab es zu sehen, den Similaun (3599 m), die Weißkugel (3738 m) und nicht zuletzt die (Ötztaler) Wildspitze (3768 m), Tirols höchster Berg, um nur einige zu nennen. Darunter waren die vergleichbar winzigen Hütten Brandenburger Haus, Würzburger (Vernagt-) Hütte und Hochjochhospiz erkennbar. Aus dem Süden blickten die vergletscherten Gipfel der Ortlergruppe herüber. Nachdem ich eine knappe Stunde die Aussicht genossen hatte und mich ein wenig gestärkt hatte, stieg ich rasch (in einer Stunde) wieder zur Martin-Busch-Hütte ab. Dort machte ich Mittagsrast, bevor ich nach Vent aufbrach, wo um halb drei der Bus nach Sölden fuhr. Von dort trampte ich dann bis zum Ötztalbahnhof mit einem jungen Typ, der kein Auto fahren konnte. Von dort mit dem Zug über Innsbruck, Kufstein nach München.
Panorama um den Similaun
Panorama Weißkamm

Similaun
Weißkugel
Wildspitze
